Ärzte haben einen eigenen Tarif

Bei welcher Krankenversicherung versichern sich die Ärzte? In der gesetzlichen Krankenkasse können Ärzte ebenso pflichtig oder freiwillig versichert sein. Verdient ein angestellter Arzt im Jahr 2010 weniger als 49.950 Euro (Versicherungspflichtgrenze, wird jährlich neu festgesetzt) dann muss jener in die Gesetzliche, denn er zählt – unabhängig davon, ob er Arzt ist oder nicht – als Angestellter. Nur Ärzte, die über diese Grenze kommen, oder die selbständig sind, können in die PKV wechseln. Dabei sind Ärzte eine Berufsgruppe, die eine eigene kalkulatorische Berufsgruppe stellt, im so genannten Arzttarif. Dieser bietet für Mediziner bessere Konditionen, als bei anderen Berufsgruppen. Entscheidende Vorteile für den Wechsel in die private Krankenversicherung kann neben den günstigeren Beiträgen, die Mitversicherung von Familienangehörigen sein.

Allerdings nur dann, wenn sie nicht pflichtversichert sind. Auch gibt es günstige Gruppentarife. Dabei arbeiten auch manche Private Krankenversicherungen mit Verbänden wie z.B. dem Marburger Bund zusammen. Diese Vergünstigungen gibt es übrigens nur für Ärzte und Zahnärzte und seit dem 01.10.2004 nicht mehr für Medizinstudenten und Ärzte im Praktikum. Geeignete Vorschläge finden sich sehr einfach mit z.B. der Suchphrase – Krankenversicherung Arzt – in jeder Suchmaschine. Genauso wie alle anderen Versicherten, müssen sich auch die Ärzte mit den Basis- und Zusatzleistungen auseinandersetzen. Zu den Basisleistungen gehören die Höhe der Selbstbeteiligung, die Höhe der Zuzahlung bei Zahnbehandlungen und bei Zahnersatz, das Krankentagegeld, die Krankenhaus-Unterbringung im Ein-, Zwei- oder Mehrbettzimmer, die Entscheidung über die privatärztliche Behandlung und das Krankenhaustagegeld. Bei den Zusatzleistungen sind besonders wichtig die Übernahmen der Kosten für Pflegeleistungen, Leistungen auch über die Höchstsätze von GOÄ und GOZ sind möglich, eventuelle Kurleistungen und der Auslandsschutz. Ein Versicherungsvergleich für die PKV ist deswegen auch bei Ärzten anzuraten, denn auch wenn Mediziner zu einer Berufsgruppe gehören, die in der Regel mehr verdient als andere, kann man durch Marktkenntnis sehr viel Geld sparen.

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