Es gibt Länder, die sind so dicht am Vulkanismus, dass man als Tourist schon einmal ein unbehagliches Gefühl davon bekommen kann. Island zum Beispiel liegt auf dem mittelatlantischen Rücken und wird von der Plattentektonik stündlich auseinander gezogen. Trotzdem zerbricht die Insel nicht, da sie von unten mit immer neuem geschmolzenem Material ergänzt wird, das sich verfestigt und das Land zusammenhält. Über 30 Vulkane sind auf der Insel aktiv, die Einwohner leben mit dem Vulkanismus wie die Menschen hierzulande mit regen oder Sonnenschein. Warme oder heiße Quellen locken nicht nur Touristen an, sondern werden auch von den Einheimischen genutzt.
Auch das Heizen mit der Wärme des Vulkanismus ist dort nichts Ungewöhnliches. Wer sich hierzulande die Geothermie für private oder industrielle Nutzung erschließen und verfügbar machen möchte, muss ein wenig mehr Aufwand treiben, um an die kostbare, in der Kruste der erde gespeicherte Energie und Wärme zu bekommen. Da sie in Deutschland nicht dicht unter der Oberfläche zu finden ist, muss man sich in die Tiefe wagen. An einigen Standroten gibt es schon eine Erdwärmebohrung, von der man profitieren kann, wenn man in er Nähe ist, aber weder Nutzung noch Angebot sind zur Zeit bereits flächendeckend möglich. Das wird sich in Zukunft wohl ändern, da alle regenerativen oder erneuerbaren Energien und Heizformen auf dem Vormarsch sind. Sie sind umweltschonender als die althergebrachten Methoden der Energiegewinnung, die mit der Ausbeutung der Ressourcen des Planeten einhergehen. Das Erdöl zum Beispiel wird irgendwann einmal alle sein. Wer mit Erdwärme heizen möchte, muss herausfinden, ob es in seiner Nähe einen Anbieter gibt. Hierfür gibt es auch im Internet kostenlose Portale und Vergleichsrechner.