Das sogenannte Cookie-Tracking ist neben dem Session-Tracking eine der am weitesten verbreiteten Tracking-Methoden im Affiliate-Marketing. Wie alle an deren Tracking-Methoden dient auch das Cookie-Tracking dazu, einen Besucher, der von einem Publisher zum Händler vermittelt wurde, genau zu identifizieren, sodass der Publisher am Ende seine Provision für diesen Nutzer erhalten kann, falls dieser die gewünschte Handlung (Lead oder Sale) tätigt.

Via Session-Tracking ist es durch Sitzungs-IDs in der URL möglich, den User während einer laufenden Sitzung genau zu identifizieren. Dank der Session-ID können mehrere HTTP-Anfragen desselben Users miteinander in Verbindung gebracht werden. Sobald der User die Shopseite jedoch schließt und damit die Sitzung beendet, ist auch die Zuordnung beendet. Kehrt er später zur Shopseite zurück und tätigt einen Kauf, kann dieser deshalb nicht auf den Publisher zurückgeführt werden.

Mit einem Cookie ist dies hingegen möglich. Der Cookie wird auf dem Computer des Users gespeichert, sobald dieser über den Link des Publishers auf die Shopseite des Merchants gelangt. Solange der Cookie auf dem Computer des Users gespeichert ist, kann jede Aktion, die über diesen Computer im Shop getätigt wird, auf den User zurückgeführt werden. So kann der Publisher auch dann noch auf eine Provision hoffen, wenn der User erst mehrere Tage nach dem Erstbesuch auf der Shopseite einen Kauf tätigt. Cookies sind nicht unbegrenzt gültig. Abhängig vom Partnerprogramm ist ihre Laufzeit in der Regel auf 30 bis maximal 60 Tage begrenzt.

Der große Nachteil des Cookie-Trackings ist, dass immer mehr User ihre Browser so eingestellt haben, dass alle Cookies nach Schließen des Browsers gelöscht werden. Sobald der Cookie des Publishers jedoch gelöscht ist, ist eine Zuordnung des Users nicht mehr möglich und die Provision damit für den Publisher verloren.  Auch, wenn ein User mit unterschiedlichen Browsern ins Netz geht, ist eine Zuordnung ggf. nicht möglich, denn der Cookie ist an einem bestimmten Browser gebunden. Trotzdem ist das Cookie-Tracking eine recht beliebte Tracking-Methode, da sie eine längere Zurückverfolgung des Users ermöglicht als das Session-Tracking.

Comments are closed.